Ein umfassendes Verständnis der Lagerung und Verwendung von Schleifbändern

SchleifbandSchleifen zeichnet sich durch hohe Effizienz, Wirtschaftlichkeit und ein breites Anwendungsspektrum aus und gewinnt daher in allen Branchen zunehmend an Bedeutung. Um die Vorteile des Schleifens mit Schleifbändern optimal zu nutzen und die Schleifbänder während des Gebrauchs in gutem Zustand zu halten, hat Z-LION einige Informationen zur Lagerung und Verwendung von Schleifbändern für Sie zusammengestellt.

Diamantschleifband

Im Folgenden werden die wichtigsten Punkte der Lagerung von Schleifbändern erläutert:

Anforderungen an Temperatur und Luftfeuchtigkeit:
Ideale Temperatur: 18 °C bis 22 °C
Ideale Luftfeuchtigkeit: 40 % bis 65 %
Lagern Sie das Schleifband nicht an Orten mit starken Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen. Hohe Temperaturen lassen den Klebstoff altern und verkürzen die Lebensdauer des Bandes. Schleifbänder aus synthetischen Fasern (z. B. Polyestergewebe) sind kälteempfindlich und sollten nicht in Kühlräumen gelagert werden. Zu hohe Luftfeuchtigkeit führt zu Verformungen des Schleifbandes und verringert die Haftfestigkeit. Nasse Schleifbänder können sich verformen, Falten bilden, die Lebensdauer verkürzen und zum Anhaften von Schleifpartikeln beim Schleifen führen. Hohe Temperaturen und niedrige Luftfeuchtigkeit können Schleifbänder auf Papierbasis spröde und bruchanfällig machen.
Lagerung: Schleifbänder sollten in einem kühlen, trockenen und gut belüfteten Lager aufbewahrt werden. Legen Sie das Schleifband auf einen Ständer, nicht auf den Boden. Der Abstand zwischen Ständer und Boden bzw. Wand sollte ca. 200–500 mm betragen. Vermeiden Sie die Platzierung von Ständern in der Nähe von Kühlkörpern und Abflüssen. Öffnen Sie unbenutzte Kassetten möglichst nicht, um Beschädigungen zu vermeiden. Stapeln Sie keine schweren Gegenstände auf die Verpackung des Schleifbandes, um Knicke und Risse zu verhindern.
Vor dem Einsatz eines Schleifbandes ist eine ordnungsgemäße Vorbehandlung für optimale Leistung wichtig. Hier sind die Schritte zur Vorbehandlung Ihrer Schleifbänder:
Schleifbandaufhängung: Hängen Sie das Schleifband vor Gebrauch mindestens 2 bis 5 Tage lang auf. Dadurch kann es sich an die Umgebungsbedingungen am Einsatzort anpassen und ein durch die Verpackung verursachtes Einrollen wird verhindert. Verwenden Sie zum Aufhängen des Schleifbandes ein Rohr mit einem Durchmesser von 100–200 mm. Die Rohrlänge sollte größer als die Bandbreite sein, damit das Band nicht herunterfällt oder sich ausbeult. Achten Sie darauf, dass das Rohr waagerecht hängt, um Beschädigungen der Bandkanten zu vermeiden. Temperatur und Luftfeuchtigkeit am Aufhängeort des Schleifbandes müssen den vom Hersteller vorgegebenen Lagerbedingungen entsprechen. Eine einfache Möglichkeit, die optimalen Bedingungen zu gewährleisten, ist, den Aufhängebereich in einem geschlossenen Raum mit 40- oder 60-Watt-Glühbirnen trocken zu halten.
Sichtprüfung: Führen Sie vor der Verwendung eines hängenden Schleifbandes eine gründliche Sichtprüfung durch. Prüfen Sie, ob die Bandverbindungen plan und fest sitzen, um eine optimale Haftung zu gewährleisten. Untersuchen Sie die Bandoberfläche auf optische Mängel wie Löcher, Ansammlungen von Schleifpartikeln, fehlende Schleifpartikel, Klebstoffflecken oder Falten. Achten Sie auf saubere Kanten ohne Lücken. Kleine Lücken können kreisförmig abgeschnitten werden, ohne die Leistung des Bandes zu beeinträchtigen.

Das Einsatzprinzip des Schleifbandes hat großen Einfluss auf die Qualität und Effizienz des Schleifprozesses. Folgende Punkte sind dabei zu beachten:

Wählen Sie das richtige Schleifband: Bei der Auswahl des Schleifbandes sollten Sie das Werkstückmaterial, die Form, das Schleifverfahren und weitere Faktoren berücksichtigen. Achten Sie bei der Auswahl eines geeigneten Modells auf Faktoren wie das Grundmaterial, das Schleifmittel, die Art des Bindemittels und die Verbindungsart des Schleifbandes.
Die richtige Korngröße wählen: Die Wahl der richtigen Korngröße gewährleistet eine gute Oberflächenqualität des Werkstücks und verlängert die Lebensdauer des Schleifbandes. Ist die Korngröße zu klein, kann dies die Oberflächenqualität beeinträchtigen. Ist sie zu groß, verringert sich die Effizienz des Bandes und es kommt zu vorzeitigem Verschleiß.
Korngrößenwahl beim mehrstufigen Bandschleifen: Werden mehrere Schleifgänge an einem Werkstück durchgeführt, darf die Korngröße der nachfolgenden Bänder maximal um zwei Stufen gegenüber dem vorherigen abweichen. Dies ermöglicht effizientes Schleifen und gewährleistet den Erhalt von Form, Größe und Oberflächenqualität des Werkstücks.
Verschleißverteilung beim Mehrstich-Bandschleifen: Das Verteilungsverhältnis der vorhergehenden und nachfolgenden Schleifprozesse variiert je nach Anzahl der Schleifvorgänge. Bei zwei Prozessen beträgt es 85/15, bei drei Prozessen 65/25/10 und bei vier Prozessen 50/30/12/8. Diese Verteilung trägt dazu bei, die gewünschten Schleifergebnisse zu erzielen und die Werkstückqualität zu erhalten.
Laufrichtung des Förderbandes: Bei überlappenden Förderbändern ist darauf zu achten, dass die Laufrichtung mit der Markierung auf der Rückseite übereinstimmt. Eine falsche Laufrichtung kann zu vorzeitigem Bandbruch führen und die Oberflächenqualität des Werkstücks beeinträchtigen. Bei stumpf aneinanderstoßenden Förderbändern ist die Laufrichtung unproblematisch.


Veröffentlichungsdatum: 11. August 2023